Fairtrade Award 2020

Nachricht 19. November 2020

Der 1. Preis des Fairen Einkaufswagens geht nach Garbsen

Die Küster*innen der drei Gemeinden der Region (Alt-Garbsen, Versöhnung und Willehadi) präsentieren die Arbeit der Initiative "Zukunft Einkaufen". 

Wir graturlieren dem gesamten Team "Zukunft Einkaufen" zum ersten Preis des Fairtrade Awards 2020!

Das Video zur Initiative unseres Teams "Zukunft Einkaufen"

Grußwort des Landesbischofs zur Preisverleihung

Liebe Preisträgerinnen und Preisträger des Fairen Einkaufswagen 2020!

Die evangelische Kirche in Deutschland setzt sich mit Stellungnahmen und Papieren für eine gerechtere Verteilung von guten Lebensbedingungen ein. In Gesprächen mit Politikerinnen und Politikern auf Landes- und auf Bundesebene bekomme ich gesagt: Beim Thema Gerechtigkeit, da seid Ihr dran als Kirche. Da erwarten wir ein Wort von Euch. Eine positive Erwartungshaltung! Aus ihr wächst ein hoher Anspruch an uns selbst. Denn die Glaubwürdigkeit unserer Worte wird an dem gemessen werden, was wir tun. In der Bischofskanzlei haben wir viele Dinge des täglichen Lebens umgestellt und achten auf Produkte aus fairem Handel.

Sie in den Kirchengemeinden sind dabei vorangegangen. Eine Befragung der Kirchengemeinden unserer Landeskirche Hannovers in 2011 (ähnlich in der aktualisierten Fassung von 2020) belegt, dass gut zwei Drittel unserer Kirchengemeinden z.B. fair gehandelten Kaffee bzw. Tee ausschenken. Dafür danke ich Ihnen von Herzen. Wir möchten Ihr Engagement für den Fairen Handel auszeichnen.

Bleiben Sie dabei, denn gerade jetzt in der Corona Pandemie wird der Faire Handel ganz besonders gebraucht. Die vulnerablen Gesundheitssysteme in den Ländern des Globalen Südens sind finanziell schlecht ausgestattet und bieten keine wie bei uns vergleichbare Hilfe für die Menschen. Die landwirtschaftliche Produktion und der Handel mit den Gütern wird durch die Pandemie beträchtlich erschwert und viele Menschen im Globalen Süden werden ihr Einkommen verlieren.

Der Faire Handel mit seiner Fairtrade Prämie konnte hier zunächst eine wirksame Überbrückungshilfe geben. Die Prämien wurden den Kooperativen und Kleinbauernverbänden ausdrücklich als Ersatz für das dort nicht vorhandene staatliche Kurzarbeitergeld empfohlen. So konnten die Menschen im Umfeld des Fairen Handels mit dem Nötigsten versorgt werden. Es ist wichtig, dass wir nicht nachlassen, sondern unsere Sensibilität weiter schulen und unsere Augen öffnen für die guten Möglichkeiten, durch die Unterstützung des fairen Handels global vernetzt zu leben.

In diesem Sinne grüße ich Sie aus der Bischofskanzlei in Hannover

Ihr Landesbischof Ralf Meister